Der Verleger Dr. Hubert Klöpfer aus Tübingen diskutierte mit Studierenden des Instituts für Kulturmanagement
Im aktuellen Semester setzen sich Studierende des Instituts für Kulturmanagement mit dem kommerziellen Kulturbetrieb auseinander. Neben dem öffentlich getragenen und dem privatwirtschaftlich-gemeinnützigen Kulturbetrieb ist der kommerzielle Sektor ein wichtiges Handlungsfeld des Kulturmanagements.
Wo liegen die Besonderheiten eines kommerziellen Kulturbetriebes? Welche Unterschiede sind zwischen Profit und Nonprofit erkennbar? Was kennzeichnet einen Unternehmer, und wie gelingt es, die Existenz zu sichern und Gewinne zu erzielen? Um diese Fragen zu beantworten, ist es hilfreich, Unternehmern zu begegnen.
Eine spannende Begegnung fand jetzt mit Dr. Hubert Klöpfer (Verlag Klöpfer & Meyer Tübingen) in Ludwigsburg statt: Nach einer kurzen Einführung ins Verlagswesen und dessen Besonderheiten beantwortete er in einer lebhaften Diskussion die Fragen der Studierenden zum Verlagsgeschäft, zur Kalkulation, zur Auswahl von Autoren, neuen Entwicklungen wie dem E –book oder dem Verhältnis zu Konkurrenten wie dem Großversand Amazon.
Sein Verlag, so Klöpfer, wolle Bücher machen „fürs Denken und Lesen ohne Geländer“. Daher sei er in Nischen unterwegs, mache immer wieder neue Entdeckungen. Er stehe zu einem „eigensinnigen“ Programm, das bewusst ein wenig gegen den Strich gebürstet sei. Die Seminarteilnehmer überzeugte diese Nischenstrategie, ebenso wie die intellektuelle Unternehmerpersönlichkeit, die auf sie einen tiefen Eindruck machte.
Text: Petra Schneidewind
Foto: Petra Schneidewind