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31.10.2018

Nutzung digitaler Angebote im Kulturtourismus: Ergebnisse einer Besucherbefragung beim UNESCO-Weltkulturerbe Zollverein (Leitung: Prof. Dr. Andrea Hausmann)


Digitale Angebote und Medien, wie etwa Social Media oder Apps, spielen in allen Bereichen der Gesellschaft eine immer größere Rolle. Auch der Kulturtourismus in Deutschland sieht sich von dieser Entwicklung zunehmend herausgefordert. Bislang finden sich im deutschsprachigen Raum allerdings noch kaum Studien dazu, welche Potenziale solche Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) für den Kulturtourismus haben. Durch eine Befragung, die unter der Leitung von Prof. Dr. Andrea Hausmann zur Nutzung respektive Nicht-Nutzung von IKT unter rund 400 Besuchern des UNESCO-Welterbes Zollverein durchgeführt worden ist, wurde diese Lücke in ersten Ansätzen geschlossen.

 

Für die Studie, die Teil eines mehrjährigen Forschungsprojekts zur Bedeutung, den Potenzialen und der Nutzung von IKT im Kulturtourismus ist, sollte zunächst fallbezogen der Frage nachgegangen werden, inwiefern die befragten Besucher die vom UNESCO-Welterbe Zollverein angebotenen IKT in den verschiedenen Reise- bzw. Aufenthaltsphasen tatsächlich in Anspruch nehmen. Hieran anschließend sollte fallübergreifend herausgefunden werden, welche IKT von Kultureinrichtungen von den Befragten grundsätzlich genutzt werden und aus welchen Gründen. Hieran anschließend sollte fallübergreifend herausgefunden werden, welche IKT von Kultureinrichtungen von den Befragten grundsätzlich genutzt werden und aus welchen Gründen. 

 

Zu den wichtigsten Ergebnissen mit Blick auf die Nutzung von IKT lässt sich für das Fallbeispiel Zollverein zusammenfassend und über alle Besuchergruppen hinweg sagen, dass die angebotenen IKT zwar in allen drei Reisephasen genutzt werden, die meisten allerdings derzeit nur von einem (sehr) kleinen Teil der Befragten: Während immerhin fast jeder zweite Befragte die Website beziehungsweise die Multimediastationen von Zollverein vor oder während des Besuchs in Anspruch genommen hat, wurden die anderen IKT in diesen Besuchsphasen kaum genutzt, waren zum Teil auch kaum bekannt. Rund ein Viertel der Probanden plante, die IKT nach ihrem Besuch zu nutzen; auch hier stand die Website wieder an erster Stelle. 

 

In Bezug auf die Nutzung der IKT von Kultureinrichtungen im Allgemeinen legen die Ergebnisse nahe, dass alle Kategorien von IKT tatsächlich in Anspruch genommen werden - einige allerdings mehr und andere dagegen (deutlich) weniger. So zeigen die Ergebnisse, dass die Besucher von Kultureinrichtungen derzeit vor allem die „IKT zur Informationsbeschaffung“ nutzen und hier insbesondere die Websites. Bei den „IKT zur Interaktion mit Kultureinrichtungen oder Dritten“ spielt vor allem YouTube eine Rolle, mit Abstand gefolgt von TripAdvisor und Facebook. Die „IKT zur ortsunabhängigen, virtuellen Beschäftigung mit den Objekten“ werden offenbar nur nachgeordnet genutzt; ähnliches gilt für die „IKT zur ortsbezogenen, individuellen Erlebnisanreicherung“.  

 

Foto: Thomas Wolf

 

Link:
Forschungsbereich Kulturtourismus /  Studie (pdf)


 

 

 

 


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