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Junge Freunde fürs Museum

21.02.2019

Das Projektseminar "Neue Freunde fürs Ludwigsburg Museum" stellte jetzt seine Konzeption vor - und fand viel Zustimmung bei Museumsleitung und Freundeskreis


Wie bindet man junge Menschen in der Lebensphase zwischen 20 und 30 Jahren an eine Einrichtung wie ein Museum? Diese Frage stellte sich nicht nur das Ludwigsburg Museum, sondern auch eine Projektgruppe des Instituts für Kulturmanagement aus zehn Studierenden (Leitung: Dr. Christiane Dätsch). Gemeinsam mit dem Museum unter der Leitung von Dr. Alke Hollwedel erarbeitete sie im Verlauf von zwei Semestern eine Konzeption mit vielen konkreten Vorschlägen für die Gründung eines Jungen Freundeskreises: Dabei galt es, sowohl die Inhalte des Museums in Programme für junge Menschen umzusetzen als auch den Kontakt zu den gewünschten Zielgruppen zu planen, sprich: Verteiler aufzubauen und Kosten zu kalkulieren.

 

Was sich nun sehen ließ: Am Mittwoch, 20. Februar, präsentierte die Projektgruppe ihre Ideen dem Museum und dem Vorstand des Freundeskreises. Dabei zeigte sich: Das Ludwigsburg Museum hat inhaltlich viele Ansätze, die für ein junges Publikum attraktiv sind. Sein Personal ist jung, seine Ausstellungen sind ansprechend gestaltet, interaktiv und folgen modernen Konzepten der Museologie. Die Unterbringung in einem denkmalgeschützten Haus mit drei weiteren Partnern - der Tourismusinformation, dem Kunstverein der Stadt Ludwigsburg und dem Café im MIK - sorgt für Laufpublikum, das nicht nur aus klassischen Museumsgängern besteht. Viele Publikumsgruppen hat das Museum schon für sich gewonnen: Erwachsene, Familien, Senioren. Doch die jungen Erwachsenen lassen - wie so oft und allerorten - auf sich warten. Die Projektgruppe konnte in ihrer Analyse herausstellen, dass die Studierenden eine Altersgruppe sind, die mobil, wenig festgelegt und daher nicht immer dauerhaft bindungswillig ist. Daher empfahl sie, auch mit Berufsschülern und Auszubildenden zu kommunizieren, wenn es um junge Menschen in Ludwigsburg geht.

 

Das Museum und seine Ausstellungen bieten nach Ansicht der Projektgruppe aber viele interessante Themen für junge Menschen: Zentral gelegen, mit einer ansprechenden Dauerausstellung und einem modernen Konzept wie dem Anekdoten-ABC und einem Ideen-Alphabet verbunden, lassen sich aus den Themen, die hier vorzufinden sind, interessante Veranstaltungen und Reihen für junge Leute entwickeln. Vier davon, die sie für das laufende und das kommende Jahr geplant hatten, stellte die Projektgruppe vor, ebenso wie einen möglichen Verteiler und eine Werbepostkarte, die für ein "Speeddating" im Museum an Hoch- und in Berufsschulen, in Kneipen der Stadt und bei Partnern des Museums verteilt werden könnte.

 

Ihre Zuhörer reagierten angetan auf die Präsentation und hätten die Studierenden am liebsten gleich mit der Umsetzung des Konzepts beauftragt. Das offizielle Projekt endete zwar an diesem Abend, doch ist es möglich, sich bei Interesse einem "Jungen Freundeskreis" beim Museum in den Verteiler aufnehmen zu lassen: museum@ludwigsburg.de. Allen war an diesem Abend klar: Das Projekt hat gute Vorarbeite geleistet und sollte fortgeführt, in die Realität umgesetzt werden, - vielleicht auch durch ein Nachfolgeprojekt in Zusammenarbeit mit dem Institut.

 

Foto: Projektgruppe "Junge Freunde für das Ludwigsburg Museum"

 

Weitere Informationen über das Ludwigsurg Museum:

https://ludwigsburgmuseum.ludwigsburg.de

 

 

 


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