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Medienecho auf den "Weltkulturatlas"

03.03.2019

Am Donnerstag, 28. Februar, war Prof. Dr. Thomas Knubben im Rundfunkstudio und hat in der Sendung "WDR 5 Scala" das Konzept des "Weltkulturatlasses" vorgestellt


Das Medienecho auf den "Weltkulturatlas" hat begonnen: Vor wenigen Tagen, am Donnerstag, 28. Februar, war Prof. Dr. Thomas Knubben, Mitinitiator und -herausgeber des Bandes "Weltkulturatlas", bei "WDR 5 Scala" zu Gast und sprach mit Moderator Jörg Biesler über die  Wirk- und Aussagekraft von empirisch erhobenen und statistisch verarbeiteten Daten.

 

Fragen, die der im Januar erschienene Band stellte, griff der Moderator im Gespräch auf:  Wo sind die Menschen am glücklichsten? Welche Museen werden am häufigsten besucht? Und woran sterben Popmusiker? Im Gespräch wie im Buch zeigte sich, dass die Antworten auf diese Fragen nicht so einfach zu geben sind, wie es Statistiken bisweilen suggerieren - schon gar nicht bei globaler Reichweite. Zahlen sind interpretierbar, werden auf Kontexte bezogen; diese Bezüge müssen offen- und dargelegt werden, bevor sie als Maßstab für Vergleiche dienen können.

 

Die Aufarbeitung statistischen Wissens und auch die Kritik an einem allzu unreflektierten Umgang mit Daten als Nachweis- und Belegmaterial waren gleichfalls Teil des Gesprächs, das in der WDR Mediathek nachgehört werden kann: Der Glaube an die globale Messbarkeit der Welt und die Statistik als Erkenntnismethode führt dazu, lokale Unterschiede zu vernachlässigen, ebenso wie historische Ursachen, unterschiedliche Wissensstände und Weltanschauungen. So kann als Fazit des Gesprächs gelten: Daten müssen erhoben werden, um die Welt erfassbar und begreifbar zu machen, doch ihre Verarbeitung und Deutung, etwa in Infografiken, stellen immer nur Versuche der Interpretation, niemals eine abgesicherte Wahrheit oder absolut zu nehmende Information dar. 

 

 

Der Link zum Nachhören:

https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr5/wdr5-scala-hintergrund/audio-die-kultur-der-welt-in-daten-100.html


Foto: WDR Mediathek

 

 


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