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Ein Leitfaden fürs Controlling

24.03.2019

Das Forum Theatercontrolling traf sich zum 11. Mal in Ludwigsburg - nach der Onlinebefragung im vergangenen Jahr wird 2019 ein Whitepaper fürs Controlling am Theater vorbereitet


Die Onlinebefragung im vergangenen Jahr hat es gezeigt: Jedes zweite Theater hat eine Controllingstelle. "Controllt“ wird zudem unabhängig von dieser strukturellen Voraussetzung. Doch welche Instrumente werden dabei eingesetzt, und worauf richtet sich der Fokus des gewählten Controllings? An diesen Fragen knüpften die Berufsfeldexperten des „Forums Theatercontrolling“ bei ihrem elften Treffen am 21. März in Ludwigsburg an: Ihr Ziel war es, ein Whitepaper mit Informationen zum Theatercontrolling zu verfassen, das frei zugänglich ist und bei Bedarf von Theatern konsultiert werden kann. Aufbau und Standarddefinitionen der Publikation in Planung wurden von Dr. Petra Schneidewind vorgestellt.

 

Unter der Moderation von Dirk Schütz, Geschäftsführer von Kultur Management Network, wurden zunächst der Nutzen von Controlling und das Rollenbild von Controllern in Theatern in Gruppen diskutiert. Hinsichtlich des Rollenbildes waren sich die Anwesenden rasch einig: Ein Controller ist ein „fleißiger Dienstleister mit visionärer Denkweise“ – anders gesagt: ein kaufmännischer Experte mit hoher Sensibilität für die Anliegen der Kunst. Wie attraktiv gerade der Kontakt mit der Kunst sei, müsse von den Häusern indes mehr herausgestellt werden. Nur so sei angesichts eines im Vergleich zur freien Wirtschaft geringeren Gehalts, dauerhaft Fachpersonal für den Controllingbereich im Theater zu gewinnen.

 

Bereichert wurden die Diskussionen durch Beiträge von Dipl.-Wirtsch.-Ing. Christoph Spang, Doktorand am Institut für Controlling und Unternehmensrechnung (ICU) der TU Braunschweig („Zielsysteme und Erfolgsfaktoren im Theater“), Beat Fehlmann, dem Intendanten der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz („Das Wirkungsmodell zur Objektivierbarkeit und Messbarmachung von Wirkungen der inhaltlichen Ausrichtung auf die Institution“) und Fiona Ebser M.A., Absolventin des Masterstudiengangs „Kulturwissenschaft und Kulturmanagement“ in Ludwigsburg („Die Balanced Scorecard im Theaterhaus Stuttgart“). Bis zum nächsten Treffen im Oktober steht nun die schriftliche Ausarbeitung der Vorschläge und die Veröffentlichung des Whitepapers an.

 

Foto: Denny Bakirtzis

 


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