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Journalismus in crossmedialen Zeiten

11.02.2020

Besuch im Pressehaus: Zum Abschluss des Seminars "Presse- und Medienarbeit" sprachen Studierende mit Christian Gottschalk, Politikredakteur der Stuttgarter Zeitung


Dass mitunter höhere Gewalt ein Studium des Kulturmanagements beeinflusst, das erfuhren am Ende des Wintersemesters einige Erstsemester des Masterstudiengangs "Kulturwissenschaft und Kulturmanagement", als sie sich auf den Weg zum Stuttgarter Pressehaus machten. Die Besichtigung des Pressehauses sollte das Vertiefungsseminar "Presse- und Medienarbeit" abrunden. Doch Sturm "Sabine" sorgte just an diesem Tag für erhöhte Windgeschwindigkeiten, weshalb zahlreiche S-Bahnen ausfielen und es nur ein Teil der Studierenden nach Möhringen schaffte. Auch der fürs Gespräch vorgesehene Journalist war im windgeplagten London gestrandet ...

 

Aus Unvorhergesehenem entsteht jedoch oft neue Dynamik, und so fand sich die Gruppe bald in einer interessanten Diskussion über Journalismus und PR mit dem Politikredakteur Christian Gottschalk der Stuttgarter Zeitung wieder, der kurzfristig eingesprungen war. Gottschalk gab Einblicke in den Arbeitsalltag eines Journalisten, den Aufbau einer Zeitungsredaktion und erläuterte die Aufgaben des lokalen und überregionalen Zeitungswesens sowie die Herausforderung, stets die aktuellsten Informationen zu bieten. Zuletzt gab er den jungen Kulturmanagerinnen und -managern Ratschläge für den Umgang mit Journalisten im bevorstehenden Berufsleben mit auf den Weg.

 

Ein Film über die Arbeit der beiden Zeitungen und des Verlags sowie ein Besuch der Druckerei der Südwestdeutschen Medienholding GmbH rundeten den Eindruck über den Stand der so genannten analogen Medien ab, die längst zu crossmedialen Massenmedien geworden sind. Das Fazit: Auch wenn die Träger sich verändern, eines wollen die klassischen Massenmedien nicht aufgeben: die für die Demokratie wichtige Idee, einen Marktplatz für Informationen und Argumente zu bieten und öffentliche Meinung möglich zu machen. Für die Betreuung der Exkursion vor Ort sei Studierendenvertreterin Carolin Martinov herzlich gedankt.

 

Foto: Lorena Mößmer


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