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Kulturnutzer mit Migrationshintergrund

20.05.2014

Gastvortrag von Vera Allmanritter über Migranten als Zielgruppen von Kultureinrichtungen im Seminar "Publikumsforschung"


Vera Allmanritter beschäftigt sich in ihrer Doktorarbeit mit Migranten als Publikum von Kulturinstitutionen. Wie schwierig bereits die Begriffsklärung dessen ist, was gemeinhin als „Migrant“ und „Migrationshintergrund“ bezeichnet wird,  konnten die  Studierenden im Seminar Publikums- und Rezeptionsforschung jetzt erfahren. Die Berliner Kulturmanagerin und Doktorandin am Institut für Kulturmanagement führte in einem Gastvortrag in den Stand der Forschung ein und zeigte die Spezifika einer Publikumsforschung für Migranten auf.

 

Die begriffliche Unschärfe war dabei nur eine Herausforderung, der sich aktuelle Untersuchungen zu stellen haben. Vera Allmanritter betonte auch: „Es gibt nicht den Migranten oder das migrantische Publikum“; ebenso wenig könne von homogenen Ethnien die Rede sein.

 

Erste Ergebnisse zeigen außerdem, dass Migranten keinesfalls dem Klischee des bildungsfernen Kulturbesuchers entsprechen, und dass sich verschiedenen Milieus durchaus für klassische Kulturangebote der Hochkultur interessieren. Gleichwohl lässt sich in Teilen der migrantischen Bevölkerung ein deutlich weiteres Kulturverständnis erkennen als es gemeinhin in standardisierten Befragungen zugrunde gelegt wird. So sei gerade die Frage nach dem Kulturverständnis ein Erkenntnisinteresse, das es vertiefend – neben zahlreichen anderen Fragestellungen – zu erforschen gelte, so Allmanritter.

 

Weitere Informationen über Vera Allmanritter und ihr Promotionsvorhaben

 

Text und Foto: Yvonne Pröbstle


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