Kulturbetriebe für den freien Markt

03.11.2016

Herzliche Einladung zur öffentlichen Präsentation des Seminars „Teamlabor“ am Mittwoch, 9. November, 18 Uhr: Drittsemester stellen fünf neu geplante Kulturunternehmen vor


Die Kultur- und Kreativwirtschaft ist eine Zukunftsbranche mit Wachstumspotential – und zunehmend auch ein Handlungsfeld von Kulturmanagern. Ob als potenzielle Unternehmer oder Angestellte: Schon jetzt arbeiten in der Kultur- und Kreativwirtschaft über eine Million Menschen, wird dort ein Umsatz von 146 Milliarden Euro erzielt. Ein guter Grund, dieses Berufsfeld auch im Curriculum der Ludwigsburger Kulturmanager fest zu verankern.

 

Auf kulturmanageriale Selbstständigkeit bereitet am Institut für Kulturmanagement das Praxisseminar Teamlabor seit zwölf Jahren vor: Hier werden eigene Geschäftsideen bis zur möglichen Realisierung eines Kulturbetriebs entwickelt. Auch in diesem Jahr, am Mittwoch, 9. November, 18 Uhr, stellen 25 Studierende des dritten Semesters fünf neue potenzielle Kulturunternehmen der Öffentlichkeit in Gebäude 5 der PH Ludwigsburg (Raum 5.005) vor. Sie heißen „Art Effects“, „Kulturgefilde“, „Kulturschätze“, „Kulturflüsterer“ und „Ständchen 4 you“,wollen mit ihren Ideen Bedürfnisse decken und wirtschaftlich erfolgreich sein.

 

Ein besonderes Geschenk für besondere Menschen verspricht das Teamlabor „Ständchen 4 you“: Es bringt auf Wunsch und zu jedem Anlass live die passende Musik, indem es Profi-Musiker vermittelt und die Beschenkten an der Haustür vermittelt, vom Solosänger für den Geburtstag bis zum Streichquartett für den Heiratsantrag. Das Motto: Ein Klick zur richtigen Musik! Die potenzielle Agentur „Art Effects“ hingegen macht Unternehmen zur Bühne: Wer sie bucht, bereichert den Arbeitsalltag seiner Mitarbeiter durch künstlerische Impulse, die inspirieren, entspannen, motivieren und bilden. Ob zu Arbeitsbeginn, in der Mittagspause oder nach Feierabend: „Unser Programm reicht von Konzert über Kino bis hin zu Comedy und bietet eine kreative Team-Pause. Unsere Konzepte stärken die Arbeitsplatzattraktivität ebenso wie die Unternehmensidentität“, heißt es im Leitbild.

 

Was tun, wenn man in Frankfurt/Main lebt, sich unvorhergesehener Besuch angekündigt hat und die Ideen für die eigene Stadtbesichtigung ausgegangenen sind? Kein Problem: „Wir sind Dein Erste-Hilfe-Paket!“, verspricht die Agentur „Kulturflüsterer“. Denn: „Wir flüstern Dir neue Wege, die Dich sorglos die Stadt erleben lassen von Seiten, die Du so noch nicht kanntest. Wir bieten Dir das passende Kulturpaket zum richtigen Zeitpunkt.“ Das funktioniert bei Anruf oder Mausklick, schon kommt das Paket mit Kulturtipps und –routen ins Haus.

 

Wer auf Tour gehen möchte, ist auch bei den Teamlaboren „Kulturgefilde“ und „Kulturschätze“ richtig: Während sich „Kulturgefilde“  an Erwachsene wendet, die Baden-Württembergs Kulturregion in Begleitung Gleichgesinnter besser kennen lernen wollen und also Lust auf „Ausflüge zu verborgenen Kulturschätzen“ verspüren, richtet sich die geplante Agentur „Kulturschätze“ in München an die Endzielgruppe der Kinder: Für sie werden „kulturelle Expeditionen“ durch die bayerische Landeshauptstadt kindgerecht geplant und „kulturelle Schätze“ dementsprechend aufbereitet. Für einen „aufregenden Tag“, „wertvolle Erlebnisse“ und die perfekte Betreuung und kreative Anleitung der kleinen Abenteurer“ sorgen qualifizierte Pädagogen, Künstler und Experten - das verspricht das Leitbild.

 

Das Konzeptions- und Praxisseminar Teamlabor begleitet die Studierenden bis zur Mitte des dritten Semesters und wird mit Unterstützung der Dozenten sowie externer Beratung durchdacht und geplant. Dabei fließen die theoretischen Hintergründe aus Seminaren wie Personalmanagement, Finanzierung, Marketing, Öffentlichkeitsarbeit oder Existenzgründung ein. Jutta Wißmeyer, Mitarbeiterin der Kreissparkasse Ludwigsburg und Absolventin des Kontaktstudiums am Institut, prüfte alle Ideen hinsichtlich ihrer Tragfähigkeit und ging mit den Studierenden bei der Umsatz- und Finanzplanung ins Detail. Sabrina Isaac-Fütterer, Absolventin des Instituts und Leiterin des „K3-Kultur- und Kreativwirtschaftsbüros Karlsruhe“, gab wertvolle Tipps für eine erfolgversprechende Umsetzung ihrer Ideen.

 

Foto: Andreas Keppeler


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