"Bypass: Kultur nach der Subvention“

08.01.2017

Prof. Dr. Armin Klein verabschiedet sich mit einer Diskussionsrunde am Mittwoch, 18. Januar, 19 Uhr, im Theaterhaus Stuttgart nach über 20 Jahren in den Ruhestand


Nach rund 23 Jahren am Institut für Kulturmanagement verabschiedet sich Prof. Dr. Klein am Ende des Wintersemesters 2016/17 mit einer öffentlichen Diskussionsrunde in den Ruhestand. „Bypass – Kultur nach der Subvention“ fragt am Mittwoch, 18. Januar, 19 Uhr, im Stuttgarter Theaterhaus nach dem aktuellen Stand der Kulturpolitik und- förderung, nach ihren Chancen und Möglichkeiten.

 

Was wäre, wenn die Subventionen für die Kultur radikal anders gedacht, geplant und zugewiesen würden? Gäbe es dann keine „Kultur“ mehr, wie man sie gegenwärtig wahrnimmt? Oder würde sich der Kulturbereich von „kulturfremden“ Einflüssen emanzipieren, wenn er mehr Selbstverantwortung und –steuerung übernähme, und möglicherweise auch politisch mehr zu sich selbst finden?

 

Fünf Jahre nach dem Erscheinen des heftig diskutierten Buches „Der Kulturinfarkt“ plädiert die Veranstaltung nicht dafür, dass sich die öffentliche Hand aus ihrer Verantwortung für Kunst und Kultur zurückzieht. Vielmehr geht es darum, Rahmenbedingungen neu zu denken. Im ersten Teil geben die Intendanten zweier Kulturinstitutionen Impulse, die trotz relativ geringer öffentlicher Unterstützung seit Jahren effektive Kulturarbeit leisten: Werner Schretzmeier spricht über „Das Theaterhaus Stuttgart – mehr als drei Jahrzehnte erfolgreiche Theaterarbeit“, und Thorsten Schmidt stellt „20 Jahre Heidelberger Frühling – 20 Jahre Musikfestival der Spitzenklasse“ vor. Im Anschluss fragt „Kulturinfarkt“-Autor Dieter Haselbach nach, ob und was die Intervention vor fünf Jahren provoziert hat.

 

Im zweiten Teil des Abends werden die Thesen in einem Podiumsgespräch reflektiert. Es diskutieren der Unternehmensberater Prof. Dr. Dieter Haselbach, der Geschäftsführer der Kulturpolitischen Gesellschaft in Bonn Dr. Norbert Sievers, der Leiter der Volkshochschule der Stadt Zürich Pius Knüsel und Prof. Dr. Stephan Opitz, Honorarprofessor der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Alle Interessierten sind herzlich zu diesem Abend eingeladen.

 

Foto:  Andreas Pavelic

 

 


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