Altern in mediatisierten Lebenswelten

05.01.2017

Zweiter Kulturdiskurs im Wintersemester 2016/17: Zu Gast sind die Professoren Dr. Anja Hartung-Griemberg und Dr. Thomas Wilke der Abteilung Kultur- und Medienbildung


Die Alterung der Gesellschaft und die Mediatisierung der Lebenswelten sind zwei Prozesse, die für die weitere Entwicklung des Kulturlebens wie des Kulturbetriebs als bestimmend gelten - und scheinbar in Spannung zueinander stehen. Gelten die Neuen Medien als Ausdruck der Dynamik, des Fortschritts und der Offenheit, wird das Alter eher mit Rückwärtsgewandtheit, Beharrungswünschen und mangelnder Offenheit für Neues in Verbindung gebracht. Stimmt das aber? Sollte man nicht eher nach der Bedeutung der Medien für das Alter und den Perspektiven des Alters und des Alterns für eine humane Entwicklung der Medienkultur fragen?  

Diese Fragen beschäftigen unter anderem die Professuren der Abteilung Kultur- und Medienbildung der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg, die beim zweiten Kulturdiskurs am Mittwoch, 11. Januar, 18 Uhr, zu Gast sind: Prof. Dr. Anja Hartung-Griemberg, seit Januar 2016 Leiterin des Studiengangs Kultur- und Medienbildung, studierte in Leipzig Kommunikations- und Medien-, Theater- und Kulturwissenschaft, wurde an der Universität Hamburg mit einer Arbeit über "Humor im Hörfunk" und an der Universität Dresden mit der Studie "Die Konstitution des alternden Selbst: biografisches Narrativ und intersubjektives Ich unter den Bedingungen mediatisierter Lebenswelten" habilititert. Sie gibt unter anderem die Zeitschrift "Medien & Altern" heraus.

 

Dr. Thomas Wilke, der seit Januar 2017 die zweite Professur der Abteilung Kultur- und Medienbildung und die Leitung des Studiengangs "Kulturelle Bildung" innehat, studierte Medien- und Kommunikationswissenschaften, Geschichte und Germanistik in Halle/Saale und in Lille, Frankreich. 2008 wurde er mit einem Thema über die DJs und Diskotheken in der DDR als einer spezifischen Unterhaltungsform im Fach Medien- und Kommunikationswissenschaften an der Universität Halle promoviert. Bis 2013 arbeitete er am dortigen Institut als wissenschaftlicher Mitarbeiter. Von 2004 bis 2008 beschäftigte er sich als  Mitarbeiter im DFG-Projekt "Programmgeschichte des DDR- Fernsehens – komparativ" in einem Teilprojekt  mit "Fiktionalen Geschichtssendungen" im DDR-Fernsehen sowie in einem anderen Teilprojekt mit der strukturgeschichtlichen Programmentwicklung der Institution. Bis 2016 war er Akademischer Rat im Fach Medienwissenschaft an der Universität Tübingen.

 

Foto: www.50plus.de

 

 

 

 


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