Neue Formate für klassische Musik

13.06.2017

"Wir wollen kein nächstes Schleswig-Holstein Musikfestival sein, sondern eine Bewegung“: Steven Walter, Leiter des PODIUM Festivals ist am Mittwoch, 21. Juni, zu Gast im Kulturdiskurs


Wie kann klassische und zeitgenössische Musik heute aufgeführt und vermittelt werden? Am Mittwoch, 21. Juni, 18 Uhr, haben die Studierenden des Masterstudiengangs Kulturwissenschaft und Kulturmanagement sowie andere Interessierte die Chance, diese Frage mit Steven Walter, dem künstlerischen Leiter des PODIUM Festivals Esslingen, zu diskutieren.


Seit nunmehr acht Jahren mischt das PODIUM die Klassik- und Kammermusikszene auf. Die Formate sind weit entfernt vom althergebrachten Konzert in der Philharmonie. Das Festival scheut nicht vor Experimenten: Bei Brahms und Britten liegt das Publikum auf Luftmatratzen. Bei Johann Sebastian Bach und Sergej Prokofjew steht es am Frühstücksbuffet und schmiert Butter auf Croissants. Bei Igor Strawinsky sitzt es in alten Kinosesseln, bei George Enescu auf großen Gummibällen.


Inzwischen hat sich das PODIUM einen Ruf des Unvorhersehbaren erarbeitet und spannende, neue Konzepte in die Klassikwelt getragen. Das kommt gut an, das Festival wurde vielfach prämiert. Jüngst ging der Classical:NEXT Innovation Award an die PODIUM Organisatoren. Außerdem gewann das Festival 2010 den ECHO Klassik Sonderpreis für Nachwuchsförderung. Zusätzlich durfte Steven Walter sich über eine Nominierung zum Kulturmanager des Jahres 2011 freuen.


Steven Walter wurde 1986 in der Region Stuttgart geboren. Er studierte Cello in Oslo und Detmold und ist neben der Organisation des PODIUM Festivals weiterhin in verschiedenen Projekten als Musiker aktiv. Außerdem referiert und schreibt er zu künstlerischen wie auch zu kulturbetriebswirtschaftlichen Themen.


Alle Interessierten sind herzlich dazu eingeladen, mitzudiskutieren.


Text: Arne Draheim, Seggen Mikael
Foto: PODIUM Festival


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