Mozarts Oper mit Geflüchteten

28.06.2017

Zu Gast im Seminar "Trans-/ Interkulturalität" am Montag, 3. Juli, 16.30 Uhr: die Sängerin Cornelia Lanz sowie Mitwirkende aus Syrien vom Stuttgarter Verein "Zuflucht Kultur e.V."


Kann man eine klassische Oper, zumal aus Mozarts Feder wie etwa die Oper "Idomeneo", in einer modernen Inszenierung präsentieren, an der professionelle Künstler ebenso wie Laien mitwirken, die aus ihren Heimatländern fliehen mussten?

 

Man kann, sagte die Opensängerin und Musikpädagogin Cornelia Lanz, als sie sah, wie immer mehr Menschen aus Syrien und dem Irak in Deutschland Zuflucht vor dem Krieg in ihrem Heimatland suchten. Sie studierte, mit wechselnden Darstellerinnen und Darstellern, zunächst die Oper "Così fan tutte", dann das Fragment "Zaide" mit dem Untertitel "Eine Flucht" ein und schließlich, gemeinsam mit den Ludwigsburger Schlossfestspielen im Jahr 2016, die Oper "Idomeneo". Auch sie handelt von Flucht und Erfahrungen des Fremden, Erlebnisen in der Fremde, von Liebe und Macht, Zufall und Schicksal.

 

Im Seminar "Trans-/Interkulturalität" (Leitung: Dr. Christiane Dätsch) wird Cornelia Lanz von ihrer Arbeit mit geflüchteten Darstellerinnen und Darstellern erzählen, ebenso wie von ihrem Konzept: Oper, sagt sie, kann Menschen verbinden, Emotionen wecken, existenzielle Fragen thematisieren und künstlerisch bearbeiten. Die Arbeit in einem Team, das solche Situationen derweil selbst durchlebt, kann mitunter jedoch auch spannungsreich sein. Wie viel "fremde" Kultur kann produktiv sein, wo kann sie Missverständnisse hervorbringen? Was kann Kunst in diesem Prozess bewirken? Über diese und andere Fragen diskutieren Cornelia Lanz und sechs Darsteller und Musiker der jüngsten Opernproduktion mit den Seminarteilnehmerinnen und -teilnehmern.

 

Bei Interesse ist eine Teilnahme an der Begegnung im Seminar auch nicht ins Seminar eingeschriebenen Studierenden möglich. Um eine kurze Anmeldung wird gebeten unter daetsch(at)ph-ludwigsburg.de.

 

Foto: Verein Zuflucht Kultur e.V.

 

 

 

 


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