Von "Art.faktur" bis "Dreizweck"

02.11.2017

Fünf neu geplante Kulturbetriebe aus dem Seminar "Teamlabor" stellen sich am Dienstag, 7. November, 18 Uhr, als unternehmerische Idee der interessierten Öffentlichkeit vor


Kunst und Management – geht das zusammen? Ja, es geht! Und mehr als das. Für die 25 Kulturmanagement-Studierenden im dritten Semester des Masterstudiengangs „Kulturwissenschaft und Kulturmanagement“ sind Kunst und Kultur der zündende Funke, der Menschen zusammenführt und begeistert. Aus dieser Überzeugung heraus haben sie im Seminar „Teamlabor“ fünf neue Geschäftsideen entwickelt, die sie am Dienstag, 7. November, 18 Uhr, im Gebäude 5 der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg vorstellen (Raum 5.005). Die neuen potenziellen Betriebe heißen „Kulturgespann“, „Kulturknaller“, „Art. faktur“, „Dreizweck“ und „Kulturgeschmack“. Alle Gruppen haben intensiv daran gearbeitet, Menschen mit neuen Kulturerlebnissen zu inspirieren und zu erfreuen.

 

Allein ins Theater gehen? Kein schöner Gedanke. Deshalb bietet „Kulturgespann“ in drei Stuttgarter Häusern – den Staatstheatern, dem Theaterhaus und dem Wilhelma-Theater – ein Rundumpaket an. „Kulturgespann“ wertet den Besuch durch Begleiter auf, die hochwertige fachliche Zusatzinformationen geben, kümmert sich um die Organisation der Tickets und alles, was sonst dazugehört - bis hin zum Taxiservice. Wer sich lieber überraschen lassen will, ist bei „Kulturknaller“ richtig: Dieser Betrieb führt seine Klientel durch den Berliner „Kulturdschungel“, indem er aus dem örtlichen Veranstaltungskalender das passende Kulturangebot auswählt. Dieser Service spart Zeit, führt an neue Orte und eröffnet die Vielfalt der Stadt: von Nischentheater bis Jam Session. Darüber hinaus vernetzt er optional Mitglieder mit Gleichgesinnten.

 

Im Digitalen fischt auch „Art.faktur“. Seine Dienstleistung richtet sich an Berliner Museen, die digitale Unikate durch Augmented Reality-Angebote aufwerten wollen. „Art.faktur“ hilft seinen Kunden nicht nur, diese Angebote inhaltlich und didaktisch professionell umzusetzen, sondern sorgt auch für Finanzierungskonzepte, knüpft Kontakte mit Drittmittelgebern und Sponsoren. Dabei verspricht es seinen Geschäftspartnern sowohl wirtschaftliche Expertise als auch Fingerspitzengefühl. Ebenfalls im Bereich der Geschäftspartnerschaften tummelt sich „Dreizweck“. In Karlsruhe bietet es jenen Unternehmen ein maßgeschneidertes Programm an, die mit kulturellen Aktivitäten ihr Teambuilding fördern. Ob ein inspirierender Workshop mit Kollegen, ein exklusiver Blick hinter die Kulissen oder ein gemeinsames Kulturerlebnis: „Dreizweck“ macht es möglich. Die neue Perspektive fördert das erfolgreiche soziale Miteinander und setzt im Arbeitsalltag kreative Impulse. Neue sinnliche Zugänge will auch „Kulturgeschmack“ in Hamburg eröffnen: Die Kulturkreativen dieses Teamlabors bieten themenorientierte kulinarische Events in Museen, Kombination aus Kunst und Essen. Indem sie „Brunch“, „Lunch“ oder „Dinner“ im Museum mit Informationen zu Ausstellungen, Sammlungsobjekten oder historischen Kontexten anreichern, entsteht ein besonderes Rundummenü für die Sinne. Und: Dafür werden alle künstlerische Ausdrucksformen eingesetzt.

 

Alle fünf Ideen wurden von 25 Studierenden im dritten Semester am Institut für Kulturmanagement im Rahmen des Moduls „Teamlabor“ entwickelt. Das Konzeptions- und Praxisseminar ist seit 2004 im Ludwigsburger Curriculum verankert, dauert knapp drei Semester und wird von den Studierenden mit Unterstützung der Dozenten sowie externer Beratung durchdacht und geplant – von der Idee bis zur Realisierung. Dabei fließen die theoretischen Hintergründe aus Seminaren wie Personalmanagement, Finanzierung, Marketing, Öffentlichkeitsarbeit oder Existenzgründung ein. Zusätzlich standen den Studierenden Sabrina Isaac-Fütterer, Beraterin und Coach des K Kultur- und Kreativwirtschaftsbüros in Karlsruhe, sowie Stefanie Hock, Mitarbeiterin der MfG – Innovationsagentur Medien- und Kreativwirtschaft Baden-Württemberg, mit gezieltem Feedback zu Ideen und Finanzierungskonzepten der Teamlabore zur Verfügung.

 

 

Foto: Ellen Heidelberger


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