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Was ein Kulturerlebnis ausmacht

26.06.2018

Zweiter Kulturdiskurs am Donnerstag, 28. Juni, 18 Uhr: Die Kulturmanagerin und systemische Beraterin Irene Knava, Wien, spricht über Audiencing und Qualitätsmanagement


Ein Kulturerlebnis besteht nicht nur aus dem ästhetischen Erlebnis, etwa der direkten Betrachtung eines Kunstwerks oder dem Besuch eines Konzerts: Es beginnt schon in der Vorhalle des Gebäudes und damit, ob Papierkörbe überfüllt oder sauber geleert sind, ob an der Garderobe ein höflicher Empfang stattfindet, der Besucher saubere Toiletten vorfindet und ein geschultes Personal an der Kasse sitzt - oder eben nicht. Das macht laut Irene Knava den feinen Unterschied.

 

Die Expertin für Publikum, Kulturerlebnis und Qualitätsmanagement ISO for CULTURE hat den klassischen „4 P“ des Marketings daher ein weiteres „P“ hinzugefügt: Es steht für „People“. Auf sie, die Menschen in Personal und Publikum sowie die Prozesse zwischen ihnen, legt Knava ihr Augenmerk. Beim zweiten Kulturdiskurs in diesem Sommersemester diskutiert sie am Donnerstag, 28. Juni, 18 Uhr, mit Studierenden darüber, was gutes Audiencing und Qualitätsmanagement ausmacht.

 

Irene Knava studierte Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte an der Universität Wien, Handelswissenschaft an der Wirtschaftsuniversität Wien sowie Kulturmanagement an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien. Danach war sie lange Jahre in leitenden Positionen im Theater in der Josefstadt, Wien, im Landestheater Niederösterreich, in der Niederösterreich Kulturwirtschaft sowie den Sommerspielen Perchtoldsdorf tätig. Sie ist Lektorin an Universitäten und Fachhochschulen und Autorin von "Iso for culture - Qualitätsmanagement für Kulturbetriebe“, „Audiencing I – Besucherbindung und Stammpublikum für Theater, Oper, Tanz und Orchester“ und "Audiencing II - Kultureller Mehrwert statt Skandal“ (alle Facultas, Wien). Seit 2009 begleitet sie mit ihrem Beratungsunternehmen "Audiencing" Kulturbetriebe beim Wechsel hin zur besucherorientierten Kulturinstitution.

 

Das Seminar ist hochschulöffentlich, interessierte Hörer sind willkommen. Es moderieren die Studierenden Katarina Laahti, Robert Kühne und Arne Draheim.


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