Katrin Stengele

SÜDKURIER Medienhaus GmbH

Ich bin eine Kulturmanagerin, die als Journalistin arbeitet. Seit Januar 2006 bin ich beim SÜDKURIER Medienhaus und absolviere dort ein zweijähriges Volontariat, also eine Ausbildung zur Redakteurin. Nach meinem Volontariat kann ich mir gut vorstellen, für einen Kulturbetrieb die Öffentlichkeitsarbeit zu erledigen.

 

Die Auflage des SÜDKURIER liegt bei rund 145.000, in dieser Größenordnung erscheint auch die Stuttgarter Zeitung. Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Friedrichshafen bis Basel und in den Schwarzwald bis Villingen-Schwenningen. Der Verlag, der zum Holtzbrinck-Konzern gehört, sitzt in Konstanz. Während der zwei Jahre im Volontariat lerne ich unterschiedliche Redaktionen kennen, zum Beispiel Lokalredaktionen, die Online-Redaktion oder die Ressorts Politik, und Kultur. Außerdem arbeite ich bei den Magazinen des SÜDKURIER mit und bin einige Zeit im Marketing des Medienhauses eingesetzt. Es ist ein großer Vorteil, dass der SÜDKURIER so groß ist und Wert darauf gelegt wird, dass die „Volos“ viele Abteilungen kennenlernen. Etwa einmal pro Monat wird man als Volontär zu Seminaren geschickt. Ich war zum Beispiel schon bei den Seminaren Kommentar und Glosse, Moderation und Haushalt der Gemeinde. In meinem ersten Jahr beim SÜDKURIER habe ich mir bereits einen Journalistenpreis der AOK erarbeitet.

 

In jeder Abteilung schreibe ich, gestalte Print- oder Online-Produkte und lerne vor allem, wie die Medienbranche „tickt“. Ich bekomme täglich mit, wie und wann man Nachrichten platziert, damit sie sich verkaufen, unter welchem Druck Journalisten stehen und wie sie arbeiten.

 

Bei einer Zeitung zu sein, bedeutet unter anderem, schnell etwas aufs Papier zu bringen, Themen aufzuspüren, Abläufe zu organisieren und mit unterschiedlichsten Menschen und Abteilungen zu kommunizieren.

 

Mein beruflicher Weg ist gewunden, was aber ganz und gar kein Nachteil ist, wie ich festgestellt habe. Begonnen hat er mit einem Lehramtsstudium mit den Fächern Musik, Englisch und Deutsch. Danach machte ich Praktika im Ravensburger Kulturamt, bei der Schwäbischen Zeitung und im Literaturhaus Stuttgart. Dann wusste ich: Ich möchte noch Kulturmanagement studieren, um anschließend in den Bereichen Journalismus oder Öffentlichkeitsarbeit Fuß zu fassen. Wie sich nach einem Jahr im Beruf gezeigt hat, hat sich diese Entscheidung als richtig erwiesen. Das Aufbaustudium vermittelt ein breites Wissensspektrum, das den Zugang zu vielen relevanten Gebieten erschließt.