Beate Wieland

Ministerium für Kultus, Jugend und Sport

Nach meinem Erststudium – Schulmusik und Französisch für das Lehramt am Gymnasium – war ich 13 Jahre lang als Lehrerin dieser beiden Fächer tätig. Im Jahre 1998 erfuhr ich vom Lehrerprogramm des Kultusministeriums Baden-Württemberg, das Lehrer/innen die Möglichkeit bietet, sich für eine Arbeit im Bereich der Erwachsenenbildung für einige Jahre beurlauben zu lassen und sich dadurch für eine spätere Funktionsstelle im Schulbereich zu qualifizieren. Ich bewarb mich an der Volkshochschule Esslingen und erhielt die Stelle der Leiterin der Fachbereiche Gesundheit, Gestalten, VHS für Frauen und junge vhs. Meine Aufgaben bestanden darin, das Semesterprogramm zu planen, Kursleiter/innen einzustellen und unterrichtsbegleitend zu beraten, Gebühren und Honorare zu kalkulieren und in verschiedenen Projekten (teils leitend) mitzuarbeiten. Auch Öffentlichkeitsarbeit und Evaluation gehörten dazu. Diese Tätigkeit gefiel mir so gut, dass ich beabsichtigte, auch nach der Beurlaubungszeit weiterhin an einer VHS, evtl. als Leiterin einer solchen Institution, zu arbeiten. Dazu bedurfte es jedoch einer weiteren Qualifikation.

 

Der im Jahre 2001 erstmals angebotene berufsbegleitende Master-Studiengang Kulturmanagement in Ludwigsburg kam daher für mich wie gerufen. Ich war sehr glücklich, als ich zum Studium zugelassen wurde. Mir war klar, dass die nächsten zwei Jahre sehr hart werden würden, aber ich war bereit, diese Energie und die notwendige Zeit in meine Zukunft zu investieren. Die Seminare fand ich zum großen Teil sehr spannend, die meisten Dozent/innen aufgeschlossen und engagiert. Auch der Austausch mit meinen Mitstudent/innen war sehr wertvoll. Die zu erbringenden Prüfungsleistungen wie Referate und Hausarbeiten waren zwar sehr arbeitsintensiv, ermöglichten jedoch eine vertiefende Beschäftigung mit Teilaspekten der Seminarthemen. Auch von den Arbeiten meiner Mitstudent/innen profitierte ich erheblich, so auch heute noch, indem ich die Seminarpapiere im gegebenen Fall als Orientierungsunterlagen heranziehe und mich auch mit meinen ehemaligen Kolleg/innen berate.

 

Im Sommer 2003 haben wir als erster Master-Jahrgang Kulturmanagement in der Bundesrepublik unsere Master-Zeugnisse erhalten – mit berechtigtem Stolz! Meine Vorstellung, eine VHS-Leitungsstelle anzustreben, erhielt jedoch einen Dämpfer, da mein Beamtenstatus, den ich mit 48 Jahren nicht aufgeben konnte und wollte, ein Hindernis für die meisten der ausgeschriebenen Stellen bildete. Und auf die wenigen Stellen, auf die ich mich bewerben konnte und beworben hatte, kamen an die 300 Mitbewerber/innen...

 

Da entdeckte ich die Ausschreibung einer Stelle am Kultusministerium Baden-Württemberg: Es wurde eine Referentin für kulturelle Angelegenheiten gesucht, eine Stelle, auf die mein Profil optimal passt. Ich bewarb mich erfolgreich und bin nun seit 1. Oktober 2003 zuständig für alle Angelegenheiten der Schulkunst in allen Schulen und Schularten im „Ländle“ sowie für die Mittelzuweisung für die Animateurtheater des Landes über deren Landesverband. Neben der Mitarbeit bei schulinternen Themen wie z. B. der Implementierung der neuen Bildungsstandards im Fach Kunst und Fortbildungsangeboten für Lehrer/innen verfasse ich auch Grußworte und Reden für Herrn Staatssekretär Rau und Frau Ministerin Dr. Schavan und betreue das in Baden-Württemberg einmalige SCHULKUNST-Programm: Hier gibt es u.a. Ausstellungen zu einem Jahresthema inkl. didaktischem Begleitmaterial in jedem der 30 Staatlichen Schulamtsbezirke, die in einer Landesausstellung zusammengeführt werden. Zahlreiche Kooperationen mit staatlichen Institutionen, (Kunst-)Akademien, Museen usw. führen mich quer durch das Land bis nach Sachsen und zukünftig auch Polen. Die im Studium gewonnenen Erkenntnisse versuche ich auch an meiner neuen Arbeitsstelle umzusetzen. So habe ich für April 2004 eine 2-tägige Tagung mit den SCHULKUNST-Betreuer/innen, einer Gruppe erfahrener Kunstlehrer/innen, geplant, in deren Verlauf wir uns mit Mission Statement, Leitbild, Corporate Identity und Corporate Design für die SCHULKUNST beschäftigen wollen. Wichtige Themen sind für mich auch Motivation und Führung sowie Selbstmanagement, um nicht in einem Berg von Akten zu ertrinken und noch etwas Zeit für Privates übrig zu haben. Viele Ideen warten darauf, in die Tat umgesetzt zu werden. Ich bin sehr glücklich, dass sich an dieser neuen unbefristeten Stelle meine beruflichen Erfahrungen bündeln und in einem Gesamtkonzept verwirklichen lassen.

 

Wer mit mir Kontakt aufnehmen möchte, kann dies gerne tun!

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