Ulrike Wolfmeyer

Veranstaltungsorganisation und Öffentlichkeitsarbeit im Kulturwerk Stuttgart und Leitung Verkauf im Renitenztheater

Über fünf Jahre habe ich in meinem Beruf als Sozialpädagogin gearbeitet, dabei viele interessante Begegnungen gehabt und ganz unterschiedliche Erfahrungen gesammelt. Als „Manager“ meiner Klienten war ich in verschiedenen Bereichen der Arbeitshilfe und Psychiatrie tätig. Mein Wunsch nach einer beruflichen Weiterentwicklung und die Leidenschaft für Kunst und Kultur führten mich schließlich weg von diesem zuerst eingeschlagenen Berufsweg – hin zur Kulturarbeit.

 

Trotz meiner Begeisterung für Kunst und Kultur entschied ich mich zunächst für das Studium der Sozialpädagogik an der Berufsakademie Villingen-Schwenningen. Der Umgang mit Menschen und die gemeinsamen Erlebnisse, die Organisation von Freizeit- und Kulturangeboten, hatten es mir besonders angetan. Mit Ende 20 verstärkte sich mein Wunsch nach einer Fortbildung im Veranstaltungs- und Kulturbereich. Ich wollte mich nicht länger nur „nebenberuflich“ mit Kultur beschäftigen, sondern auch die Grundlagen und Hintergründe erfragen. Also beschloss ich, von einer begeisterten Opernbesucherin, Theaterliebhaberin und Museumsgängerin zur Kulturtätigen zu werden.

 

Mein Weg führte mich dabei nach Ludwigsburg, wo ich zwar mit großer Begeisterung mein Wissen über Kunst- und Kulturgeschichte auffrischte, aber auch die kulturpolitischen Hintergründe kennen lernte. Dabei stellte ich fest, dass Sozial- und Kulturarbeit sehr viele Gemeinsamkeiten haben, da beide ohne eine große Portion Idealismus und viel Eigeninitiative gar nicht denkbar sind.

 

Durch Praktika im Theaterhaus Stuttgart, beim Kulturamt Sindelfingen, dem Kunstmuseum Stuttgart und meiner Arbeit in einer Künstleragentur während des Studiums zeichnete sich mein beruflicher Werdegang weiter ab. Besonders die Öffentlichkeitsarbeit und die Organisation und Durchführung von Veranstaltungen machten mir Spaß.

 

Bereits während ich an meiner Magisterarbeit schrieb ergab sich durch das inzwischen aufgebaute Netzwerk meine erste Arbeitsstelle. Für eine Konferenz der Filmakademie Ludwigsburg war ich im Sponsoring als Projektmitarbeiterin tätig, zeitgleich begann ich in Teilzeit im Kulturwerk Stuttgart, wo ich für die Öffentlichkeitsarbeit und das Veranstaltungsmanagement zuständig bin. Bei meiner Arbeit im Kulturwerk kommt mir meine erste Ausbildung wieder zugute, da die Einrichtung nicht nur Veranstaltungshaus, sondern auch ein Arbeitshilfeprojekt ist.

 

Während der Fußball-WM 2006 habe ich die parallel stattfindende Veranstaltung der Theatersport-Weltmeisterschaft im Rathaus Stuttgart organisiert. Im Rahmen des Kulturwerkjubiläums war ich für die Öffentlichkeitsarbeit und die Jubiläumsveranstaltungen mitverantwortlich.

 

Die Zusammenarbeit mit den Medien und die konzeptionelle Mitarbeit und Weiterentwicklung von Veranstaltungen sind für mich besonders spannend.

 

Seit Herbst leite ich zusätzlich das Ticketing im Renitenztheater Stuttgart. Hier kann ich bei dem Aufbau eines passenden Databasemarketing für das Theater auf weiteres Wissen aus den Kulturmanagementvorlesungen zurückgreifen.

 

Sicher ist es oft anstrengend zwischen zwei Jobs hin und her zu wechseln – dafür ist es nie langweilig und zudem überaus lehrreich, in verschiedenen Bereichen und Institutionen tätig zu sein und immer neue praktische Erfahrungen zu sammeln. Es schlaucht manchmal ganz schön, aber missen möchte ich die Arbeit nicht.

http://www.renitenztheater.de/