Der besucherorientierte Kulturbetrieb

Grundlagen des Kulturmarketings

Der Hauptzweck eines Unternehmens ist es, Kunden zu erreichen – und so ist es die Kernaufgabe eines Kulturbetriebs, entsprechend Besucher zu gewinnen. Eine Ausstellung, die nicht betrachtet wird, eine Orchesteraufführung, die nicht gehört wird, ein Theaterstück, das niemand anschaut, ein Buch, das niemand liest existieren nicht – sie werden erst durch die Besucher bzw. Nutzer realisiert. Diesen kommt im Kulturbetrieb daher eine Hauptrolle zu. Jeder kulturpolitische Auftrag läuft ins Leere, wenn er seine Adressaten nicht oder nur völlig unzureichend er-reicht. Die zentrale, gleichwohl paradoxe Aufgabe des Kulturmarketing hat Walter Benjamin in seinem berühmten Kunstwerk-Aufsatz  in den knappen Satz gefasst: „Es ist von jeher eine der wichtigsten Aufgaben der Kunst gewesen, eine Nachfrage zu erzeugen, für deren Befriedigung die Stunde noch nicht gekommen ist“.

 

Das Seminar klärt zunächst die Grundlagen des Kulturmarketing und grenzt das kommerzielle Kulturmarketing (wie es seit vielen Jahrzehnten etwa Musical-Theater, die Ton- und Bildträgerindustrie, usw. betreiben) von einem Non-Profit-Kulturmarketing ab. Gefragt wird dabei, wer welche Interessen an der jeweiligen Kultureinrichtung hat und welche Nutzenerwartungen seitens der Besucher bestehen. Eine grundlegende Frage ist dabei, wer denn diese Besucher sind: Wie lassen sie sich in Zielgruppen fassen, wie lassen sich diese Zielgruppen genauer bestimmen?

Literaturtipps

Klein, Armin (Hrsg.) (2011): Kulturmarketing. Das Marketingkonzept für Kulturbetriebe, 3. Aufl., München.

 

Günter, Bernd / Andrea Hausmann (2012): Kulturmarketing, 2. Aufl., Wiesbaden.

 

Klein, Armin (Hrsg.) (2011): Kompendium Kulturmarketing, München.