Susanne Göhner M.A.Susanne Göhner M.A.

Susanne Göhner M.A.

Projektleiterin der 32. Internationalen Kulturbörse in Freiburg 2020 und Absolventin des ersten Magister-Aufbaustudiengangs (1993)

Liebe Frau Göhner, Sie verantworten erstmals die Internationale Kulturbörse in Freiburg. Was reizt Sie an dieser Aufgabe?

 

Vorweg einige Informationen zur Internationalen Kulturbörse Freiburg (IKF): Die IKF ist eine Fachmesse für Bühnenproduktionen, Musik und Events. Mit ca. 200 Live-Auftritten auf fünf Bühnen aus den Bereichen Darstellende Kunst, Musik und Straßentheater, 400 Ausstellern und über 4500 Fachbesuchern gehört sie zu den wichtigsten und zentralen Foren der Kultur- und Eventbranche im deutschsprachigen Raum. Sie wurde 1989 gegründet und findet vom 26. bis zum 29. Januar 2020 zum 32. Mal statt. Als Kulturmanagerin reizt mich hier die Bandbreite des Aufgabenspektrums und die damit verbundenen Gestaltungsmöglichkeiten: So gehören zu meinen Tätigkeiten unter anderem die Erstellung und Überwachung des Budgets, die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, der Ausbau und Aufbau unserer verschiedenen Netzwerke, ebenso wie die Akquise neuer Messebesucher und Künstler. Momentan sind wir dabei, ein neues Corporate Design für die IKF zu entwickeln und umzusetzen.

 

Inwiefern hat Sie das Ludwigsburger-Studium auf Ihre berufliche Tätigkeit vorbereitet?

 

Ich habe sehr viel über Marketing, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und über Projektmanagement gelernt. Auch die Auseinandersetzung mit kultursoziologischen und -politischen Fragestellungen während des Studiums war für meine weitere berufliche Laufbahn wichtig.

 

Wenn Sie jüngeren Kulturmanagerinnen und -managern einen Rat geben sollten: Worauf kommt es im Kulturbereich an - allgemein und bei einer Leitungsaufgabe wie der Ihrigen?

 

Wichtig ist für mich, offen für Veränderungen zu bleiben. Insbesondere gilt es, gesellschaftliche Entwicklungen und ihre Auswirkungen auf den Kulturbereich im Blick zu haben. Um nur ein Beispiel zu nennen: Seit einigen Jahren findet ein generationsbedingter Wechsel in der Veranstaltungsbranche statt. In diesem Zusammenhang müssen wir uns als Veranstalter überlegen, wie wir die nachwachsende Generation der Kultur- und Eventfachleute erreichen und wie wir das Programmangebot für die neue Generation attraktiv gestalten können. Bei einer Leitungsaufgabe im Kulturbereich kommt es für mich unter anderem darauf an, eine klare Vorstellung davon zu haben, wohin ich mein Projekt in der Zukunft entwickeln möchte. Ferner gehört für mich die Fähigkeit dazu, ab und an einen Perspektivwechsel vornehmen zu können und mich in die Bedürfnisse meiner Zielgruppen hineinzuversetzen.

 

Die Fragen stellte Dr. Christiane Dätsch