Kinoabend mit Regisseur Marcus Vetter am 6. Juni in Stuttgart
Die Ludwigsburger Master-Studentinnen Malena Medam und Nora Moschüring leisten mit einem Benefizabend ihren Beitrag zum Wiederaufbau eines Kinos in Jenin (Westjordanland). Ökonomisch, sozial und kulturell leidet Jenin an großer Isolierung. Zudem mangelt es an Möglichkeiten der Freizeitgestaltung und kultureller Inspiration. Das einzige Kino der Stadt ist seit 1987 geschlossen. Dass dort künftig wieder Filme zu sehen sind, haben sich die Projektleiter von „Cinema Jenin“ zum Ziel gesetzt. Im August dieses Jahres soll es soweit sein. Allerdings werden hierfür immer noch dringend Gelder benötigt.
Um das ambitionierte Hilfsprojekt und den Alltag im Westjordanland einem hiesigen Publikum zugänglich zu machen, laden die beiden Studierenden zu einer Sondervorstellung am Sonntag, 6.Juni, um 18 Uhr in das Stuttgarter Kino „Cinema“, Bolzstraße 4, ein. Die Kinokarten kosten 8,50 Euro (ermäßigt 6,50 Euro). Sie können entweder unter www.innenstadt-kinos.de bestellt oder an der Abendkasse gekauft werden.
Gezeigt wird der Dokumentarfilm „Das Herz von Jenin“. Hierin wird die wahre Geschichte eines Palästinensers erzählt, dessen zwölfjähriger Sohn 2005 durch israelische Soldaten getötet wird. Der Vater stimmt einer Organspende zu, die sechs israelischen Kindern das Weiterleben ermöglicht. Später reist er quer durch Israel, um diese Kinder zu besuchen. So begegnet er auf merkwürdige Weise immer wieder seinem verstorbenen Sohn.
Im Anschluss an die Vorstellung findet ein Publikumsgespräch mit dem Regisseur Marcus Vetter statt. Alle Einnahmen des Abends gehen an das Projekt „Cinema Jenin“ (www.cinemajenin.org).
In ihrem Blog berichtet Nora Moschüring über die Motive ihres Engagements (www.kinokauz.wordpress.com).
Thomas Meurer