Sabine Hönl, Badisches Landesmuseum Karlsruhe, erläuterte das Kommunikationskonzept der Großen Landesausstellung "Baden! 900 Jahre. Geschichten eines Landes"
Was ist ein Kommunikationskonzept, und wie sieht es in der Praxis aus? Auf diese Fragen gab jetzt Sabine Hönl, Marketingreferentin des Badischen Landesmuseums Karlsruhe, Studierenden des Instituts für Kulturmanagement eine Antwort. Anhand des Kommunikationskonzeptes zur Großen Landesausstellung "Baden! 900 Jahre. Geschichten eines Landes" (19.6. bis 11.11.2012) im Schloss gab sie Einblicke in die Prozesse eines kommunikativen Großprojekts. Dabei wurde deutlich: Hinter dem, was Zeitungslesern, Partnern und Besuchern leicht und selbstverständlich erscheint, stecken viele Überlegungen und strategischen Entscheidungen.
Wie packt man 900 Jahre Geschichte in 800 Quadratmeter Ausstellungsfläche? Welche inhaltlichen Schwerpunkte setzt man - und welche bei der Kommunikation? Zu Beginn eines Kommunikationskonzepts muss analysiert werden, was die Ausstellung im Kontext anderer kultureller Veranstaltungen in der Region ausmacht, erklärte Hönl. Daraus folge die eigene Positionierung sowie die Festlegung der Ziele und Zielgruppen, mit denen das Museum kommunizieren wolle. Im Fall der Großen Landesausstellung hieß das: Nicht nur eingefleischte Badener, auch Neubürger, Württemberger und Menschen aus angrenzenden Bundesländern sollten auf die Ausstellung neugierig gemacht werden. Kooperationen mit vielen Kulrturpartnern, aber auch mit dem Tourismus, so lautete die Strategie. Daraus leitete sich der Maßnahmenplan des Kommunikationskonzeptes ab. Dieser wird derzeit sukzessive umgesetzt.
Nicht immer, so Hönl, kann ein Konzept 1:1 umgesetzt werden: "Es ist ein Prozess, und manches Unvorhersehbare kann dazwischen kommen." Kommunikation müsse flexibel bleiben, auf Bedürfnisse kurzfristig reagieren. Dennoch sei es hilfreich und notwendig, ein Konzept zu erstellen: "Sie ersparen sich viel Arbeit, wenn Sie rechtzeitig planen."
Abbildung: BLM Karlsruhe