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Zeitsprung dank Kulturmanagement

07.11.2018

Fünf neue Kulturbetriebe stellten jetzt ihre im Rahmen des Seminars "Teamlabor" entwickelten Konzepte vor - von K wie "Kadro" über W wie "Wandelbar" bis Z wie "Zeitsprung"


Kunst und Management – geht das zusammen? Ja, es geht! Und mehr als das. Für die 23 Kulturmanagement-Studierenden im dritten Semester des Masterstudiengangs „Kulturwissenschaft und Kulturmanagement“ sind Kunst und Kultur der zündende Funke, der Menschen zusammenführt und begeistert. Aus dieser Überzeugung heraus haben sie im Seminar „Teamlabor“ fünf neue Geschäftsideen entwickelt, die sie jetzt ihren Dozentinnen und Dozenten sowie ihren Kommilitoninnen und Kommilitonen an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg vorstellten.

 

Schon die Namen der potenziellen Neugründungen sind klangvoll: „Kadro“ – so heißt eine Online-Galerie für digitale Kunst. Sie hat sich vorgenommen, die Grenzen des Kunstmarkts neu abzustecken, indem sie Künstler und Kunstsammler auf einer interaktiven Plattform zusammenbringt. Hinter dem Namen „Zeitsprung“ verbirgt sich ein junges Team, das Touristen wie Einheimischen interaktive Touren durch die urbane Hoch- und Popkultur ermöglicht und dank GPS neue Perspektiven auf die Stadtkultur eröffnen will. Die Agentur „Kultur Spur“ verspricht als Full Service-Agentur einen Rundum-Service: Hier steht die Konzeption, Produktion und Distribution von künstlerisch und technisch hochwertigen Trailern und Imagefilmen für Kulturbetriebe in Nordrhein-Westfalen auf dem Programm. Wer nicht nur digital und elektronisch, sondern auch im Alltag mehr sehen will, ist bei „Th3rd Eye“ richtig: Als Dienstleister für Museen, der Ausstellungselemente für Menschen mit Sehbehinderung schafft, will "Th3rd Eye" unbeschwerte, spontane Museumsbesuche ermöglichen. Für ihre Kunden entwickelt die Agentur Konzepte und be-greif-bare Vermittlungsmedien: Modelle und Repliken zum Anfassen etwa, Audiodeskriptionen und Beschriftungssystemen in Braille.

 

Doch was wäre alle Kunst und Kultur, wäre sie nicht „Wandelbar?“ So lautet der Name des fünften Teamlabors, das sich am kommenden Dienstag vorstellt. Es gruppiert sich um eine Kulturbar, deren Räumlichkeiten in regelmäßigen Abständen künstlerisch umgestaltet werden und die dafür verschiedene Kunstformen der Hoch- und Subkultur miteinander verknüpft. Dank Programm und dynamischer Umgestaltung entsteht ein Erlebnisraum, in dem es dem Kulturpublikum nie langweilig wird.

 

Alle fünf Ideen wurden eigenständig von Studierenden im jetzt dritten Semester entwickelt, die mit ihrer Präsentation zugleich das Seminarmodul „Teamlabor“ abschließen. Das Praxisseminar ist seit 2004 im Ludwigsburger Curriculum verankert, erstreckt sich über zweieinhalb Semester und wird von den Studierenden mit Unterstützung der Dozenten sowie externer Beratung durchdacht und geplant – von der Idee bis zur Realisierung. Dabei fließen die theoretischen Hintergründe aus Seminaren wie Personalmanagement, Finanzierung, Marketing, Öffentlichkeitsarbeit oder Existenzgründung ein. Zusätzlich standen den Studierenden Sabrina Isaac-Fütterer, Beraterin und Coach des K 3 Kultur- und Kreativwirtschaftsbüros in Karlsruhe, und Max Höllen M.A,, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für unternehmerisches Handeln der Hochschule Mainz, mit gezieltem Feedback zur Verfügung.

 

Foto: Das Teamlabor "Kadro - Filling the Frame of the Future" (Foto: Sarah Schuhbauer)


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