NachrichtNachricht

Die Buchkultur in der Krise?

28.11.2018

Der zweite Kulturdiskurs im Wintersemester am Mittwoch, 5. Dezember, 18 Uhr, stellt Heinrich Riethmüller und Hubert Klöpfer die Frage: Sollen Buchverlage öffentlich gefördert werden?


Im Frühjahr 2018 meldete der Börsenverein des deutschen Buchhandels, dass von 2012 bis 2016 die Zahl der Buchkäufer von 54 Prozent auf 45 Prozent zurückgegangen sei. Fast zeitgleich forderten mehr als 60 Verleger in der Düsseldorfer Erklärung unabhängiger Verlage die Förderung ihrer Arbeit durch die öffentliche Hand. Im September 2018 haben sich 100 namhafte Autoren des Klöpfer & Meyer Verlags nach dessen Ankündigung, auf das nächste Frühjahrsprogramm verzichten zu müssen, im sogenannten Tübinger Memorandum für eine aktive Auseinandersetzung der Kulturpolitik mit der Zukunft des Verlagswesens und strukturelle Initiativen zur Erhaltung der Diversität der Literatur und Buchkultur eingesetzt.

 

Im zweiten Kulturdiskurs im Wintersemester 2018/19 sind am Mittwoch, 5. Dezember, 18 Uhr, der Tübinger Verleger Hubert Klöpfer und der Vorsteher des Börsenvereins des deutschen Buchhandels Heinrich Riethmüller zu Gast. Mit ihnen soll die Frage diskutiert werden, ob Buchverlage öffentlich gefördert werden sollen, warum das im Gegensatz zu Österreich und der Schweiz bisher nicht der Fall ist, und wie eine solche Förderung aussehen könnte. Der Börsenverein des deutschen Buchhandels vertritt 5000 Verlage und Buchhandlungen, veranstaltet die Frankfurter Buchmesse vergibt und den Friedenspreis des deutschen Buchhandels.

 

Der Diskurs, der von Studierenden des Masterstudiengangs „Kulturwissenschaft und Kulturmanagement“ vorbereitert und moderiert wird, ist für interessierte Gäste öffentlich; er findet in Raum 5005 des PH-Gebäudes 5 statt.

 

Foto: Frankfurter Buchmesse


<< <- Zurück zu: Aktuelle Meldungen